Hintergrundinformationen zum STAB-Modell
Das STAB-Modell ist kein mit gängigen Gütekriterien persönlichkeitspsychologischer Testverfahren beurteilbares Verfahren. Es handelt sich um ein Erklärungsmodell, das den (nicht einschlägig Vorgebildeten) Adressaten aus dem Management erlauben soll, ihre eigenen alltäglichen Differenzmuster zur Beschreibung von menschlichem Verhalten, insbesondere in Arbeitssituationen, einmal auf der Basis geordneter Unterscheidungen, Begriffsbildungen zu überprüfen. Dazu wird eine sprachliche Unterscheidung von Verhalten eingesetzt, die von William Marston bereits 1928 in seinem Buch „The Emotions of Normal People“ auf Basis Jungianischer Typenbildung entwickelt worden war.(Marstons Buch wurde 1989 als „eines der 100 wichtigsten Psychologie-Fachbücher des 20. Jahrhunderts“ neu aufgelegt, zunächst bei Thomas Lyster Publishing, Ormskirk England; seit 1999 wird es bei Routledge London – New York verlegt)
Das bei Process One eingesetzte STAB-Modell ist eines der verschieden existierenden instrumentierten Adaptionen des ursprünglichen Marston’schen Unterscheidungsmusters, die unter dem Begriff „Disc“ im Laufe der Jahrzehnte entwickelt worden sind.
Diese Adaption ist Ende der Achtziger Jahre entwickelt worden und wird in verschiedenen didaktischen Arbeitskontexten eingesetzt. Den Einsatz als Diagnoseinstrument halten wir allerdings für unangemessen und überzogen.
Die Augenscheinvalidität des Modells im didaktischen Kontext ist sehr hoch (insgesamt mehrere 1000 Personen), die inhaltliche Validität stützt sich auf eine bei der Konstruktion durchgeführte sorgfältige Itemanalyse mit Hilfe von Mehr-Personen-Ratings von linguistischen Experten. Es liegt in einer englischsprachigen Version des DISC-Modells sowohl eine Reliabilitätsuntersuchung wie eine Korrelationsanalyse mit dem 16 PF Typenindikator vor, die eine Validität auf dem 1%-Level zeigt.